Kfz Versicherungsrechner

News aus der Versicherungswirtschaft - Archiv 2010

News aus der Versicherungswirtschaft - Archiv 2010

21.12.2010 - Unfall auf dem Weihnachtsmarkt

Wenn beim nachdienstlichen Besuch des Weihnachtsmarktes ein Unfall passiert, ist die gesetzliche Unfallversicherung nicht zuständig. Denn der Arbeitsweg ist mit dem Besuch des Weihnachtsmarktes unterbrochen. Unfallleistungen gibt es nur aus der privaten Unfallversicherung. Denn die leistet grundsätzlich für private wie dienstliche Unfälle, in aller Regel auch rund um den Globus und zu jeder Zeit. Für die ärztliche Behandlung der Unfallfolgen kommen die Krankenversicherer auf. Das gilt auch für die gesetzlichen Kassen, wie die DAK betont. Der Wegeunfall ist hier kein Thema.

06.12.2010 - Was Polizei und Versicherer raten

Das Motto „ich bin ja versichert und bekomme alles ersetzt“ könne verhängnisvoll sein, heißt es in der Broschüre „Ungebetene Gäste“ der Polizeilichen Kriminalprävention des Bundes und der Länder. So hätten schon viele Versicherte nach einem Einbruch feststellen müssen, dass sie unterversichert gewesen sind. Außerdem könne auch die beste Hausratversicherung den Verlust ideeller Werte wie Erinnerungsstücke nicht ersetzen. Doch auch Wertsachen wie Gold- und Silberstücke, Schmuck oder Bargeld sind nur bis zu bestimmten Höchstgrenzen in den Schutz einer Hausratversicherung eingeschlossen. Mechanische Sicherungen von Fenstern und Türen sollten daher oberste Priorität genießen. Denn sie schrecken die Täter ab, die nach Ansicht der Polizei in der Regel keine Profis sind.

06.12.2010 - Selbständigen droht Altersarmut

Selbständige und Freiberufler haben häufig ein Problem mit der eigenen Altersvorsorge. So betitelt denn auch HDI-Gerling die Ergebnisse seiner aktuellen Umfrage, die zusammen mit dem FAZ-Institut und dem Meinungsforschungsinstitut Forsa erarbeitet wurde mit „heute Unternehmer – morgen Hartz-IV-Empfänger“. Kernaussage darin ist, dass die Selbständigen sehenden Auges in die Altersarmut schlittern. Denn rund die Hälfte dieser Berufsgruppe spare nicht regelmäßig für später und wenn, dann höchstens 200 Euro im Monat. Auch an der Kenntnis über geeignete Vorsorgeinstrumente fehle es. Das musste auch die Condor Versicherungsgruppe erfahren, für die ebenfalls Forsa Selbständige und Freiberufler befragt hat. Danach nutzt gerade einmal jeder zehnte Selbständige und Freiberufler die für diese Berufsgruppe vom Gesetzgeber konzipierte, steuerlich geförderte Basisrente.

16.11.2010 - Bei Hochwass im Trockenen

Man muss nicht an einem Fluss oder an der See wohnen, um die Hochwasser in den eigenen vier Wänden zu haben. Denn Unwetter in Verbindung mit Starkregen können auch in von Überschwemmungen und Hochwasser bislang ungefährdeten Landstrichen Überflutungen verursachen, wenn ausgetrocknetes oder tiefgefrorenes Erdreich die Wassermassen nicht aufnimmt und die Kanalisation an ihre Grenzen stößt. Wird dadurch die Wohnung unter Wasser gesetzt und versinkt im Schlamm, kommt der Versicherer wenigstens für die finanziellen Folgen auf, sofern Wohngebäude- und Hausratversicherung eine Elementarschadendeckung enthalten. Und teuer muss diese Ergänzung auch nicht sein.

29.10.2010 - Vor Schweinen wird selten gewarnt

Vor Menschen oder Nutztieren auf der Autobahn warnt der Verkehrsfunk häufig. Wildschweine, Hasen oder Rehe kommen dagegen im Verkehrsfunk selten vor. Dabei sind sie gar nicht so selten selbst auf deutschen Fernstraßen anzutreffen. Und bei trüben, nebligem Herbstwettern ist dieses Wild dort nur schwer zu erkennen, wodurch die Unfallgefahr wächst. Das gilt auf Landstraßen noch mehr. Kommt es zum Unfall mit diesem Haarwild, zahlt grundsätzlich die Kaskoversicherung. Kein Haarwild im Sinn der Versicherungsbedingungen sind zwar Kühe und Pferde. Doch immer mehr Versicherer schließen Unfälle mit Nutztieren in ihren Kaskoschutz ein. Es lohnt sich daher, die Versicherungsbedingungen aufmerksam durchzusehen und bei einer Fehlanzeige darauf Versicherer oder Makler anzusprechen.

11.10.2010 - Unauffälligkeit rächt sich

Ein unauffälliger Hinweis auf die Folgen einer nicht vollständigen oder nicht wahrheitsgemäßen Beantwortung der Gesundheitsfragen im Antragsformular genügt nicht, um vom Vertrag zurückzutreten und die Leistung zu verweigern. Vielmehr muss sich dieser Hinweis optisch deutlich abgesetzt, unmittelbar über der Unterschriftenleiste des Antrags befinden, wie das VersicherungsJournal kürzlich unter Berufung auf ein Urteil des Landgerichts Köln vom 14. Juli 2010 (Az.: 23 O 377/09) berichtete. Im Streitfall wollte die private Krankenversicherung von Vertrag zurücktreten und die Leistung – die Anschaffung eines Beatmungsgerätes – verweigern, weil der Kunde seine stationär behandelten Schlafstörungen nicht genannt hatte. Doch wegen der unauffällig angebrachten Warnung vor den Folgen einer Anzeigepflichtverletzung im Antragsformular scheiterte er vor Gericht.

30.09.2010 - Strittige Werte beim Diebstahl

Bei Einbruchdiebstahl sind die Bundesbürger oft zweimal gekniffen. Zum Verlust der Wertsachen kommt die Schwierigkeit, die Werte der entwendeten Gegenstände nachzuweisen. Zwar zahlt bei Einbruchdiebstahl grundsätzlich die Hausratversicherung, wenn auch nur in begrenztem Umfang. Doch erforderlich ist für solche Leistungen ein Nachweis. Besonders wichtig sind Rechnungen und Zertifikate. Doch fast die Hälfte der Haushalte besitzen keine solchen Unterlagen, wie eine forsa-Umfrage im Auftrag der Allianz Deutschland erbracht hat. Und 73 Prozent der Haushalte mussten zugeben, dass sie keine Aufnahmen von ihrem Schmuck und ihren wertvollen Uhren gemacht haben. Bei acht von zehn Einbrüchen aber werden nach Angaben der Allianz solche Wertgegenstände gestohlen.

21.09.2010 - Wenn der Arzt pfuscht

Mangelnde Hygiene, falsche Medikamente, Fehler bei der Operation – das sind Fehler in deutschen Krankenhäusern, die dramatische Folgen haben können. Eine aktuelle Studie zeige, schreibt zum Beispiel die Advocard Rechtsschutzversicherung, dass jedem dritten Arzt einmal im Monat ein Behandlungsfehler unterläuft. Nachzuweisen sind diese Fehler allerdings nur schwer, räumt der Versicherer ein. Doch nur bei einem Nachweis des ärztlichen Kunstfehlers besteht Anspruch auf Schadenersatz und Schmerzensgeld. Dabei kann auch eine außergerichtliche Einigung über die Bundesärztekammern und deren Schlichtungsstellen sinnvoll sein. Erst wenn das unbefriedigend ausgeht, sollte der nächste Schritt zum Anwalt führen. Dafür aber sollte eine entsprechende Rechtsschutzversicherung vorhanden sein.

13.09.2010 - Ältere sind besonders unfallgefährdet

Ältere Personen sind auf Deutschlands Straßen besonders gefährdet. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) war über die Hälfte der im Straßenverkehr getöteten Fußgänger und die Hälfte der getöteten Fahrradfahrer im vergangenen Jahr über 65 Jahre alt. Dabei liegt der Anteil der über 65-Jährigen an der Gesamtbevölkerung nur bei einem Fünftel. In absoluten Zahlen kamen 335 Fußgänger und 231 Radfahrer dieser Altersgruppe bei Verkehrsunfällen ums Leben. Die Zahl der älteren Fußgänger und Radfahrer, die bei Verkehrsunfällen mit Verletzungen davonkommen, ist weit höher. Das zeigt, wie wichtig gerade für diese Bevölkerungsgruppe die private Unfallversicherung ist. Denn im Rentenalter ist von der an die Arbeit gebundenen gesetzlichen Unfallversicherung keine Leistung mehr zu erwarten.

07.09.2010 - Flottenversicherungen

Auch in diesem Jahr  möchten wir  unsere Kunden mit  zwei Flottenaktionen helfen günstige Versicherungsschutz zu finden. Mit unserem „SorglosPaket“ können sich unsere Kunden mit vielen zusätzlichen Highlights rundum zu fairen Konditionen absichern. Zusätzlich bieten wir unseren Versicherungsnehmern mit unserer Kleinflottenaktion (letztmalig in diesem Jahr) die Möglichkeit, Kunden mit wenigen Kraftfahrzeugen (6-10 Kfz) die Leistungsvorteile einer umfassenden Flottendeckung in Verbindung mit vielen zusätzlichen Leistungshighlights anzubieten. Die Kleinflotten-Aktion bietet Neukunden im Kundensegment Handwerk, Handel und Gewerbebetriebe mit 6 bis 10 Kraftfahrzeugen die Möglichkeit, ihren Fuhrpark zu attraktiven Beiträgen und mit innovativen Leistungen, die zum Teil zum Beispiel nur bei der AXA erhältlich sind, zu versichern Top-Leistungen wie All-Risk-Deckung, mit wenigen Ausschlüssen und hoher Leistungstransparenz. Verbesserte Neuwertentschädigung, GAP-Deckung, BBB-Deckung sowie Flottenschutzbrief (für Pkw/Lieferwagen und Lkw bis 3,5 t Nutzlast).

17.08.2010 - Verträge bei der Ineas laufen zum 31.08.2010 aus!

Alle Ineas Kunden müssen sich zum 01.09.2010 neu bei einem anderen Kfz Versicherung versichern. Alle Kunden, die bei dem Tochterunternehmen der zahlungsunfähigen Versicherung IIC versicherten Autofahrer genießen ab diesen Zeitraum keinen Versicherungsschutz mehr. Wie die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) aktuell mitteilte, laufen die Versicherungsverträge mit der in den Niederlanden ansässigen International Insurance Corporation (IIC) Ende August aus. Die IIC war mit der Ineas- und der LadyCarOnline-Versicherung auf dem deutschen KFZ Versicherungsmarkt vertreten.

09.08.2010 - Ein Lob der Kapitallebensversicherung

Die klassische Kapitallebensversicherung, das einstige Standardprodukt der deutschen Lebensversicherer zur Alters- und Hinterbliebenenversicherung, sehen nach Jahren vehementer Kritik jetzt auch Verbraucherschützer positiv. So schreiben die beiden Autoren des neuen Ratgebers „Privatrenten und Lebensversicherungen“ der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen: „Die Kapitallebensversicherung ist ein bequemes und sicheres Produkt, das – wenn man einen soliden Versicherer wählt – auch noch eine durchaus brauchbare Rendite abwirft“. Tatsächlich haben Rechnungszinsen von drei bis vier Prozent auf den Sparanteil der Beiträge, mit denen diese Lebensversicherungen vielfach noch kalkuliert sind, heute Seltenheitswert, zumal diese Zinsen für die gesamte Vertragslaufzeit garantiert sind.

27.07.2010 - Einbrecher nutzen die Urlaubszeit

Da freut man sich auf den Urlaub, doch die Versicherer heben warnend den Zeigefinger und erinnern daran, dass Einbrecher während der allgemeinen Ferienzeit offensichtlich nicht verreisen. Zwar zahlt die Hausratversicherung grundsätzlich bei Wohnungseinbrüchen. Doch Wertsachen sind nur teilweise versichert. Gerade damit aber gehen Urlauber besonders leichtfertig um, wie die jüngste forsa - Umfrage der Allianz erbracht hat. Passend dazu verweist die VdS Schadenverhütung GmbH, die zum Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft gehört, auf die jüngste Kriminalstatistik der Polizei, die für 2009 insgesamt 114.000 Wohnungseinbrüche ausweist. Einen speziellen Urlaubscheck haben die Sicherheitsexperten der VdS unter http://www.vds-home.de zusammengestellt.

12.07.2010 - Kontopfändungsschutz auch für Versicherungen

Das Gesetz zur Reform des Kontopfändungsschutzes ist zum 1. Juli 2010 in Kraft getreten. Sinn dieser Neuregelung ist es, Menschen in finanzieller Notlage, die von Pfändungen betroffen sind, zumindest die Möglichkeit zu lassen, Miete, Strom, Wasser und Versicherungsbeiträge weiter begleichen zu können. Bisher waren die Konten komplett gesperrt, sofern sie der Pfändung unterlagen. Geschützt ist ein monatlicher Basisfreibetrag von 985,15 Euro. Zumindest dieser Betrag, der bei Unterhaltspflichten noch etwas höher ist, darf nicht gepfändet werden, sofern er auf einem Pfändungsschutzkonto liegt. Ein solches Girokonto müssen Banken und Sparkassen auf Verlangen ihrer Kunden einrichten.

05.07.2010 - Geothermie lässt die Versicherer nicht kalt

Erdwärme ist umweltfreundlich und anders als Wind und Sonne grundsätzlich rund um die Uhr verfügbar. Doch die Versicherer sind keine reinen Geothermiefans, wie laut „VersicherungsJournal“ eine Veranstaltung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft Ende Juni in Potsdam gezeigt hat. Vor allem die Energiegewinnung mit Bohrungen bis zu 5.000 Metern Tiefe hat ein hohes Schadenpotenzial. An den Versicherungsschutz solcher Risiken trauen sich nur wenige Versicherer. Die Versicherung der Wärmegewinnung mit einer Wärmepumpe für das Eigenheim ist dagegen in aller Regel kein Problem. Doch sollten in die entsprechenden Planungen auch Versicherer und Makler eingebunden werden.

25.06.2010 - Wenn Einbrecher an Bord sind

Kreuzfahrten sind heute nicht mehr so teuer wie vor etlichen Jahren, als sich wirklich nur die Betuchten einen solchen Urlaub leisten konnten. Das erklärt die wachsende Popularität eines Urlaubs auf See, bei dem Hotelzimmer und Gepäck mitfahren. Doch der besondere Reiz einer Kreuzfahrt kann schnell verloren gehen, wenn in die Kabine eingebrochen wird. Die sogenannte Außendeckung einer Hausratversicherung kommt zwar grundsätzlich für den Einbruch in ein Hotelzimmer auf, nicht immer aber für einen Einbruch in die Schiffskabine. Hier ist das sogenannte Kleingedruckte in den Bedingungen entscheidend.

14.06.2010 - Das iPad nicht allein im Auto lassen

Was für mobile Telefongeräte und für klassische Notebooks gilt, das gilt auch für das neue iPad von Apple, das jetzt auch auf dem deutschen Markt zu haben ist. Die Hausratversicherung schützt diese Geräte in den eigenen vier Wänden vor Feuer, Wasser oder Einbruchdiebstahl. Anders sieht es auf Reisen aus. Beim iPad zum Beispiel könnte eine Reisegepäckversicherung nützlich sein, wenn es unterwegs abhanden kommt. Doch fast keinen Schutz gibt es für iPad's, Notebooks oder auch Handys, die die Besitzer unbeaufsichtigt im Auto liegen lassen. Denn das lockt Diebe geradezu an. Der Tatbestand grober Fahrlässigkeit dürfte damit erfüllt sein. Dann hilft die Kfz-Kaskoversicherung nur wenig.

03.06.2010 - Versicherer wollen keine Hochwassergeschädigten

Die deutschen Versicherer erklären zwar stets nach Hochwasserkatastrophen, dass sich praktisch jeder deutsche Haushalt gegen die Folgen von Hochwasser und Überflutung absichern könne. Und zeigen sich jedes Mal überrascht, dass ihre Kundschaft mit Wohngebäude- und Hausratversicherungen die ergänzende Elementarschadenversicherung nicht abschließt. Tatsächlich aber sind Haushalte, die bereits Hochwasserschäden erlitten haben, nicht mehr zu versichern. Das Risiko solcher Haushalte in unmittelbarer Nähe von Flüssen ist den Versicherern zu hoch. Eine generelle Versicherungspflicht wie sie einst in der DDR oder in Baden-Württemberg bestand, womit das Risiko durch die große Zahl der Versicherten tragbar würde, lehnt die Versicherungsbranche jedoch aus politischen Gründen ab.

25.06.2010 - Versicherungsvermittlung als Vorbild

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) kritisierte unlängst die praktische Umsetzung der Dokumentation der Anlageberatung am Bank- und Sparkassenschalter. Die wesentlichen Anliegen der Kunden würden dabei „nicht immer in der vom Gesetzgeber vorgesehenen Weise dokumentiert“, monierte die BaFin nach ihrer umfangreiche Markterhebung von Anfang 2010. Und der Kaffeeröster Tchibo muss dem Urteil des Landgerichts Hamburg vom 30. April 2010 (Az.: 408 O 95/09) zufolge die Vermittlung von Policen ganz einstellen, weil ihm dafür die Genehmigung und der erforderliche Sachkundenachweis fehlen. Die aber muss jeder qualifizierte Vermittler haben und hat sie auch.

21.06.2010 - Bei Krankheit im Urlaub kann es knapp werden

Nicht nur die privaten Krankenversicherer raten insbesondere bei exotischen Urlaubszielen zum Abschluss einer Auslandsreise-Krankenversicherung, sondern auch Verbraucherschützer und die gesetzlichen Krankenversicherer. Denn ohne Sozialversicherungsabkommen zwischen Deutschland und dem exotischen Gastland gibt es keine Leistungen aus der gesetzlichen Kasse. Besteht ein solches Abkommen, werden nur die landesüblichen Leistungen ersetzt. Das gilt auch innerhalb der Europäischen Union. Bei einer privaten Krankenversicherung ist das zwar anders. Doch mit einer Auslandsreise-Krankenversicherung, die nur wenig kostet, lässt sich die übliche Beitragsrückerstattung der Krankheitsvollversicherung retten, da sie nicht in Anspruch genommen werden muss.

10.06.2010 - Existenzgründer fahren hohes Risiko

Was der Bund der Versicherten (BdV) in Henstedt-Ulzburg zur Absicherung von Existenzgründern Anfang März des Jahres veröffentlicht hat, kann man auch als Versicherungsmakler unterschreiben. So sollte für Existenzgründer neben den üblichen betrieblichen Versicherungen vor allem der Schutz für den Fall der Berufsunfähigkeit ein Thema, schreibt der BdV. Dies unter anderem auch mit Absicherungsvarianten abseits der reinen Berufsunfähigkeitsversicherung. Obligatorisch sei eine gesetzliche oder private Krankenversicherung. Das verlangt der Gesetzgeber in der Tat. Doch der Selbstständige sollte sich, so der Bund weiter, auch gegen Verdienstausfall bei Krankheit absichern. Das ist für ihn wirklich „von existenzieller Bedeutung“, weil er – anders als Arbeitnehmer – eben keine Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber bekommt.

28.05.2010 - Tagesmütter haften für fremde Kinder

Tagesmütter haben nicht nur eine verantwortungsvolle, sondern auch eine risikoreiche Arbeit. Denn sie können zu Schadenersatz herangezogen werden, wenn eines ihrer Kinder auf Zeit einen Schaden anrichtet, obwohl sie das hätten verhindern können. Tagesmütter müssen also nicht nur die ihnen anvertrauten Kinder vor körperlichem und seelischem Schaden bewahren. Vielmehr müssen sie auch darauf achten, dass ihre Schützlinge nicht fremdes Eigentum beschädigen. Der Abschluss einer speziellen Tagesmutter-Haftpflichtversicherung ist daher dringend zu empfehlen.

18.05.2010 - Unfälle sind vielfach privat

Die Zahl der Unfälle im Straßenverkehr ist im vergangenen Jahr nur leicht um 0,5 Prozent auf 2,3 Millionen gestiegen, wie das Statistische Bundesamt meldete. Personenschäden sind dabei sogar um 3 Prozent auf knapp 311.000 zurückgegangen. Die Versicherer schätzen die Gesamtzahl aller Unfälle aber auf rund acht Millionen. Die meisten davon ereignen sich also nicht auf der Straße und sind auch keine Wegunfälle, für die die gesetzliche Unfallversicherung aufkommt. Doch wer in der Freizeit bei Sport, bei Gartenarbeit oder einfach beim Hausputz verunglückt, darf nicht mit einer finanziellen Entschädigung eines Versicherers rechnen. Nur wer eine private Unfallversicherung abgeschlossen hat, ist rund um die Uhr und auch weltweit – von Kriegsgebieten abgesehen – abgesichert.

04.05.2010 - Wenn weder Kinder noch Eltern haften

Kinder haften für Schäden, die sie anrichten, grundsätzlich erst ab sieben Jahren, bei Verkehrsunfällen sogar erst ab zehn Jahren. Auch die Eltern haften nicht, sofern sie ihre Aufsichtspflicht nicht verletzt haben. Das ist zwar ein dehnbarer Begriff, doch ständig auf die Kinder aufpassen müssen die Eltern nicht, wie Gerichtsurteile immer wieder zeigen. Daher leistet in solchen Fällen auch die normale Haftpflichtversicherung nicht. Wenn das Unglück im Freundeskreis oder bei Nachbarn passiert, kann das aber unangenehm werden. Und so übernehmen verschiedene Versicherer auch Schäden, die deliktunfähige Kinder anrichten, was sicherlich zum Erhalt von Freundschaft und guter Nachbarschaft beiträgt.

27.04.2010 - Steuern schmälern die Altersrenten zu Recht

Sowohl gesetzliche Renten als auch entsprechende Leistungen aus berufsständischen Versorgungswerken und Beamtenpensionen werden seit Inkrafttreten des Alterseinkünftegesetzes zum 1. Januar 2005 nachgelagert besteuert. Und das ist auch nicht verfassungswidrig, wie der Bundesfinanzhof mit seinem erst am 31. März des Jahres veröffentlichen Urteil vom 19. Januar 2010 (Az.: X R 53/08) noch einmal festgestellt hat. Mit Steuern auf die Hälfte der Rente fing es an. Bei Neurenten des laufenden Jahres unterliegen schon 60 Prozent der Einkommensteuer. Bis 2040 werden 100 Prozent erreicht sein. Wer ergänzend privat vorsorgt, sollte diese Entwicklung bei seiner Entscheidung berücksichtigen. Von privaten Altersrenten wird nur ein fiktiver, vergleichsweise geringer Ertragsanteil besteuert.

12.04.2010 - Wenn der Hund im Urlaub erkrankt

Rund 42 Prozent der Hundebesitzer nehmen ihre Vierbeiner auch in den Urlaub mit, wie eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Allianz erbracht hat. Rund 75 Prozent der Befragten haben dieser Umfrage zufolge für den vierbeinigen Urlaubsbegleiter auch eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen, die zuhause wie am Urlaubsort leistet. Eine Tierkrankenversicherung dagegen besitzen gerade einmal zwölf Prozent aller Hundehalter. Die Prämien zu solchen Policen sind vergleichsweise niedrig. Und der Versicherer ersetzt vielfach sogar alternative Heilmethoden wie Homöopathie oder Akupunktur für den Vierbeiner. Eine solche Versicherung gibt es auch für Katzen.

02.04.2010 - Was nicht zur Altersvorsorge taugt

Erst die Begründung der Gerichtsurteile zum strittigen Verkauf von Zertifikaten an sicherheitsbedachte Bürger zeigt, wie wenig risikoreiche Wertpapiere zur Altersvorsorge taugen. Die Verbraucherschützer sind zwar mehrheitlich der Ansicht, dass sich Geldanlagen vom Bankschalter besser zur Altersvorsorge eignen als Versicherungspolicen. Doch auch wenn die Überschussbeteiligung klassischer Lebensversicherungen angesichts der Wirtschaftslage jetzt deutlich geringer ist als vor ein paar Jahren, einen Totalverlust hat bislang noch kein Lebensversicherungskunde erleiden müssen. Nur wer seine Lebensversicherung früh kündigt, verliert gutes Geld. Doch dabei geht es wohl kaum um Altersvorsorge.

24.03.2010 - Ein Elementarschaden namens Xynthia

Die schweren Schäden, die das Sturmtief Xynthia angerichtet hat, sollte nicht nur die direkt davon Betroffenen an eine Elementarschadenversicherung denken lassen. Denn es geht dabei – von Menschenleben einmal abgesehen – nicht n ur um lädierte Dächer oder beschädigte Autos, was zumeist versichert ist. Vielmehr können Unwetter in Verbindung mit Starkregen auch in von Hochwasser bislang ungefährdeten Landstrichen Überflutungen verursachen, wenn ausgetrocknetes oder tiefgefrorenes Erdreich die Wassermassen nicht aufnimmt und die Kanalisation an ihre Grenzen stößt. Wird dadurch die Wohnung unter Wasser gesetzt und versinkt im Schlamm, kommt der Versicherer wenigstens für die finanziellen Folgen auf, sofern Wohngebäude- und Hausratversicherung eine Elementarschadendeckung enthalten.

15.03.2010 - Die richtigen Versicherungen zur Abfahrt

Auch auf der Skipiste gilt eine Art Straßenverkehrsordnung. Verstöße dagegen können ins Geld gehen. „Pistenrowdys müssen haften“, überschrieb denn auch die ARAG Rechtsschutzversicherung ihren Hinweis auf ein Urteil des Landgerichts Coburg (Az.: 14 O 462/06) zu einem Zusammenstoß einer Skiläuferin mit einem Snowboarder. Dabei hatte sich die Frau ein Bein, mehrere Rippen und ein Handgelenk gebrochen. Vom Unfallverursacher hatte sie Schmerzensgeld verlangt und mit richterlicher Hilfe auch erhalten. Eine Haftpflichtversicherung ist daher auf der Piste nicht weniger wichtig als im Alltagsleben. Außerdem empfehlen die Versicherer gerade für den Skiurlaub noch eine private Unfallversicherung, die im Gegensatz zur gesetzlichen Unfallversicherung auch bei Freizeitunfällen leistet.

02.03.2010 - Lebensversicherung ohne Abgeltungsteuer

Eine klassische Lebensversicherung sollte aus steuerlichen Gründen wenigstens zwölf Jahre laufen und nicht vor Vollendung des 60. Lebensjahres des Versicherten fällig werden. Auch müssen biometrische Risiken abgesichert sein. Ein Mindesttodesfallschutz und eine schon bei Abschluss garantierte Mindestrente sind vorgeschrieben. Nur wenn diese Bedingungen erfüllt sind, bleibt die Lebensversicherung von der Abgeltungsteuer befreit. Nur dann gilt das günstige Halbeinkünfteverfahren nach § 20 Abs. 1 Nummer 6 Einkommensteuergesetz für Kapitallebensversicherungen, die nach dem 31. Dezember 2004 abgeschlossen worden sind. Nur dann gilt die ebenfalls seit Anfang 2005 kräftig verbesserte Ertragsanteilbesteuerung für klassische Rentenversicherungen. Daran hat das Bundesfinanzministerium noch einmal kurz vor Jahresende 2009 per Rundschreiben erinnert.

18.02.2010 - Rettungsaktion für den Schadenfreiheitsrabatt

Der Schadenfreiheitsrabatt in der Autoversicherung lässt sich noch nachträglich retten, auch wenn der letzte Unfall aus dem Vorjahr bereits reguliert ist. Das geht zwar nicht in allen Fällen, aber unter bestimmten Voraussetzungen akzeptiert der Versicherer die nachträgliche Bezahlung des Unfallschadens durch den Versicherten. Dann bleibt der alte Schadenfreiheitsrabatt erhalten. Bereits zu viel bezahlte Beiträge werden wieder erstattet. Die Frist für diese Rettungsaktion beträgt nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) sechs Monate. Die nachträgliche Bezahlung eines Kleinschadens kann sich vor allem deshalb lohnen, weil für die Rückstufung beim Schadenfreiheitsrabatt nicht die finanzielle Höhe der Schäden, sondern die Zahl der Unfälle entscheidend ist.

09.02.2010 - Die Rente ist brutto

Wie viele Rentner und Rentnerinnen die nachgelagerte Besteuerung der Altersbezüge, die das Alterseinkünftegesetz zum 1. Januar 2005 mit sich gebracht hat, tatsächlich zu Steuerschuldnern macht, ist unbekannt. Es dürften einige Millionen sein. Die Finanzverwaltungen prüfen schon seit Jahresende 2009 zunehmend Rentnerinnen und Rentner, die bislang keine Steuererklärung abgegeben haben. Gewiss ist aber, so die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e. V. (BAGSO), dass bei vielen Betroffenen Unklarheit über die Rechtslage herrscht. Doch besser gestellte Ruheständler werden ihre Renten mit dem Fiskus teilen müssen. Und das bedeutet, sich möglichst früh darauf einzustellen, dass Rentenvorausberechnungen nur Bruttowerte sein können. Was zum Leben bleibt.

21.01.2010 - Ein bisschen mehr Pflegegeld

Nicht nur Krankenversicherte und Familien mit Kindern werden zum 1. Januar 2010 finanziell besser gestellt, auch Pflegebedürftige erhalten mehr Geld. Denn im Zuge der Pflegereform von 2008 sind die ambulanten und teilstationären Pflegeleistungen angehoben worden. Im vollstationären Bereich wurden lediglich die Leistungen in Pflegestufe III von monatlich 1.470 auf 1.510 Euro und die sogenannten Härtefallleistungen von 1.750 auf 1.825 Euro erhöht. Auch wenn die durchschnittliche Altersrente eines Mannes von 1.000 Euro zu Normleistung in Pflegestufe III addiert wird, reicht das Geld nicht für eine Vollzeitpflege im Heim. Dafür sind heute nämlich fast 3.000 Euro im Monat fällig. Knapp aber wird es vor allem für Frauen, da deren Altersrenten nur etwa halb so hoch sind wie die der Männer.

08.01.2010 - Haftpflicht auch bei Eis und Schnee

Wer „Kehrwoche“ im Winter hat, dem sind Eis und Schnee nicht unbedingt willkommen. Zwar soll die „Kehrwoche“ eine schwäbische Erfindung sein, doch wenn es glatt wird auf den Wegen, dann ist überall Schwabenland. Kommt ein Fußgänger auf glattem Untergrund zu Fall und verletzt sich dabei schwer, sucht selbst die gesetzliche Krankenversicherung nach einem Schuldigen, der finanziell dafür aufkommt. Wem ein Verstoß gegen die Wegesicherungspflicht dieser Art nachgewiesen werden kann, ist grundsätzlich schadenersatzpflichtig. Gerade in solchen Fällen erweist sich die private Haftpflichtversicherung als sehr sinnvoll. Denn sie vertritt die Interessen des Streupflichtigen, prüft, ob eventuell eine Mitverschulden des Verunglückten vorliegt und übernimmt schließlich die Kosten des Unglücks.


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