Kfz Versicherungsrechner

News aus der Versicherungswirtschaft - Archiv 2012

News aus der Versicherungswirtschaft - Archiv 2012

10.12.2012 Woran Shakespeare nicht denken musste

William Shakespeare liebte zwar den Herbst. Doch dessen andere Seite mit nassen, glitschigen Blättern auf Wegen und Straßen ist nicht jedermanns Sache. Wer für die Sicherheit der Wege zuständig ist, kann auch finanziell in Bedrängnis kommen, wenn sich ein Passant beim Sturz auf rutschigem Blattwerk nachhaltig verletzt. Die Verkehrssicherungspflicht betrifft praktisch jedermann, für den auch die Kehrwoche gilt. Zwar muss nicht Tag und Nacht gekehrt und später im Jahr der Schnee weggeschippt werden, wie Gerichtsurteile immer wieder zeigen. Doch um die Grenzen von Schadenersatzforderungen gerichtlich für ihre Kundschaft auszufechten, sind Haftpflichtversicherer auch da. Denn sie ersetzen nicht nur einen Schaden, sondern prüfen auch, ob die Forderung zu Recht besteht.

15.11.2012 Änderungen in der Kfz Versicherung für das Jahr 2013

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V., kurz GDV, hat die neuen Regional- und Typklassen für die Kfz Versicherung veröffentlicht. Die Regionalklasse ist hauptsächlich abhängig von der Fahrweise der Pkw Lenker und der Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge in der jeweiligen Region. Da es hier jährlich zu Veränderungen kommt, werden die Regionalklassen jedes Jahr unabhängig überprüft. Die Typklassen der Personenkraftfahrzeuge richten sich nach der Schadenshäufigkeit bei Unfall oder Diebstahl. Hier sind die Schwankungen größer, da die Gruppen viel kleiner sind und es schon durch ein oder zwei Großschäden zu erheblichen Veränderungen kommen kann. Die größten Änderungen für das Jahr 2013 gibt es in den SF Klassen. Bislang endeten die SF-Staffellungen bei 25 schadensfreien Jahren. Diese Staffel wurde jetzt auf 35 Jahre verlängert. Hierdurch wird der Beitragsunterschied zwischen jungen und unerfahrenen Fahrern noch größer. Wer seinen Kfz Versicherung jetzt wechseln möchte um an der Preisschraube zu drehen, sollte genau prüfen ob sich der Wechsel wirklich lohnt. So fällt unter anderem der Rabattschutz für die SF Klasse 25 bei Neuverträgen weg.

05.11.2012 Der kindliche Unfall durch den Mund

Das freiwillige Schlucken von Giftstoffen ist normalerweise kein Unfall. Denn den Allgemeinen Versicherungsbedingungen zufolge ist ein Unfall ein plötzlich von außen einwirkendes Ereignis, das unfreiwillig geschieht und zu einer Gesundheitsschädigung führt. Doch bei Kindern unter zehn Jahren schließt die private Unfallversicherung auch die Folgen von unbedachtem Schlucken von Giftstoffen ein, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in seinen „Positionen“ Nr. 85 vom September 2012 schreibt. Kinder diesen Alters können eben Gefahren noch nicht eigenverantwortlich abschätzen. Die Konsequenzen eines kindlichen Unfalls dieser Art können aber langwierige Schädigungen sein, die wenigstens finanziell abgesichert sein sollten.

22.10.2012 Ein halbes Jahrhundert Vorsorge mal drei

Wenn das Bundesministerium für Arbeit und Soziales jungen Leuten Altersarmut prophezeit, hat es allein die gesetzliche Rente im Kopf und rechnet auch noch mit einer Lebensarbeitszeit, in der rund zehn Jahre fehlen, vermutlich wegen Arbeitslosigkeit, wie die Deutsche Rentenversicherung Bund anmerkt. Dabei gilt die gesetzliche Rentenversicherung schon seit langem allen Beteiligten nur als Grundversorgung, die um eine betriebliche und eine private Vorsorge zu ergänzen ist. Dieses Drei-Säulen-System der Alters- und Hinterbliebenenvorsorge in Deutschland ist jetzt rund ein halbes Jahrhundert alt, hat aber an Aktualität nichts eingebüßt. Ohne Arbeit und Einkommen funktioniert dieses System allerdings nicht.

15.10.2012 Die schlechten Jahreszeiten für Versicherer

Herbst und schwere Sturmschäden sind für die Versicherer fast Synonyme. Doch auch im Winter spielen Schnee und Frost den Versicherten wie ihren Versicherern oft übel mit. Die Schneeschmelze im Frühling mit Hochwasser und die Frühjahresstürme verursachen aber häufig noch größere Schäden. Gewitter, Starkregen, Hagel und Brände im Sommer können den Versicherern ebenfalls den Schlaf rauben. Die Sorgen der Versicherungsunternehmen müssen die Bundesbürger aber nicht beunruhigen, sofern sie in ihre Hausrat- und Wohngebäudeversicherungen eine erweiterte Elementarschadendeckung eingeschlossen und ihren Wagen wenigstens mit Teilkasko versichert haben.

08.10.2012 Weniger Sicherheit: Wenn der Gesetzgeber keine „Schätzchen“ mehr bietet

„Zum Jahresende 2012 stellt der Bund seine Bundesschatzbriefe ein“, meldet der Bundesverband deutscher Banken. Damit verliere der Sparer eine jahrzehntelang beliebte, sehr sichere, zuletzt aber zinslich unattraktive Geldanlage. Die Rendite der aktuellen sechsjährigen Bundesschatzbriefe (Ausgabe 2012/09 Typ A) beträgt nur noch 0,33 Prozent – nach sechs Jahren Laufzeit. In den ersten vier Jahren verharre der Zins bei gerade einmal 0,0001 Prozent, so der Bankenverband.

24.09.2012 Warten auf Unisex

Auf einen Stichtag zu warten, um eine Versicherung abzuschließen, ist bei Personenversicherungen nicht sinnvoll. Denn für die Krankenversicherung wie für Lebensversicherungen ist ein Kriterium für die Beitragshöhe das Alter der Versicherten bei Vertragsabschluss. Ältere zahlen mehr als Jüngere. Kranke zahlen grundsätzlich mehr als Gesunde. Und mit dem Alter nehmen die Krankheiten zu. Außerdem fehlt mit jedem Jahr des Zuwartens ein Jahr des Ansparens. Wer eine Rente in bestimmter Höhe haben will, zahlt dafür mehr, wenn er weniger Jahre spart. Davon abgesehen, ist gerade der Stichtag des 21. Dezembers 2012 für die Einführung von geschlechtsneutral kalkulierten Verasicherungsbeiträgen kein Termin, der ein Zuwarten empfiehlt. Denn eine wachsende Zahl von Lebensversichern ist mit Wechseloptionen auf dem Markt. Das heißt: Wer jetzt eine Lebensversicherung abschließt, kann nach dem 21. Dezember ohne Umstände in den jeweils günstigeren Tarif wechseln.

17.09.2012 Auch die nettesten Hunde können beißen

Gerade Tierärzte werden häufiger von ihren vierbeinigen Patienten gebissen, wenn diese aus der Narkose aufwachen und aus Angst zuschnappen. Aber nicht nur Angst, sondern auch Erschrecken kann eine Bissattacke von Hunden auslösen. Das kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn man sich dem Hund von hinten nähert und ihn anfasst. In der Regel ist es auch das falsche Verhalten des Menschen, das einen Hund zubeißen lässt. Gleichwohl haftet in der Regel der Hundehalter. Dessen finanzielle Möglichkeiten aber können die Folgen eines Hundebisses, die zur Arbeitsunfähigkeit des Gebissenen führen, überfordern. Auch wenn es keine einheitliche Versicherungspflicht für Hunde in Deutschland gibt, sollte eine Hundehalter-Haftpflichtversicherung für Hundebesitzer einer Selbstverständlichkeit sein.

10.09.2012 Hochwasser kommt in Zukunft öfters

Während 90 Prozent der Bundesbürger einer Umfrage des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zufolge das Risiko von Naturgefahren für gering halten, kommt eine Klimastudie desselben Verbandes zum Ergebnis, dass die Zahl extremer Hochwasser zunehmen wird. Zwar werden so extreme Hochwasser wie die Elbeflut vor zehn Jahren nicht zur Regel, doch alle 25 Jahre können selbst solche Hochwasser wiederkehren. Die Elementarschadenversicherung, die für die finanziellen Folgen von Naturgefahren aufkommt, haben laut GDV allerdings nur 30 Prozent der Hausbesitzer abgeschlossen haben. Dabei seien 99 Prozent aller Haushalte problemlos zu versichern. Und teuer ist der Einschluss dieser Versicherung in die Hausrat- und Wohngebäudeversicherung auch nicht.

30.08.2012 Haftung: Wenn ein Hund den Arzt beißt

Der Halter eines Tieres haftet für Schäden, die durch typisches Tierverhalten verursacht werden, auch dann, wenn der Halter das Tier in die Obhut einer anderen Person gibt. Das zeigt ein Urteil des Oberlandesgerichts Celle (Az.: 20 U 38/11), auf das der Rechtsschutzversicherer ARAG hinweist. Hintergrund dieses Urteils war die Behandlung eines Schäferhundes durch einen Tierarzt, der den Hund narkotisiert hatte. Als der Hund wieder zu sich kam, biss er den Arzt kräftig in die rechte Hand. Darauf verlangte der Arzt von der Halterin Schadenersatz und Schmerzensgeld. Die Richter billigten ihm aber nur einen Teil des verlangten Schadenersatzes zu. Denn Hunde reagierten beim Erwachen aus der Narkose bisweilen aggressiv. Darauf hätte sich der Tierarzt einstellen müssen. Für die Erstattung des Schadensanspruches kommt im Regelfall die Hundehaftpflicht auf.

21.08.2012 Mehr Geld: Wenn der BGH Versicherungsklauseln für unwirksam erklärt

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 25. Juli 2012 einige Klauseln der auch von der Deutschen Ring Lebensversicherungs-AG in den Jahren 2002 bis 2007 verwendeten Allgemeinen Versicherungsbedingungen für unwirksam erklärt, berichtet der Versicherer. Das dürfte zur Folge haben, dass Ex-Kunden des Deutschen Ring, die in dieser Zeit ihre Policen gekündigt haben, einen finanziellen Nachschlag erhalten. Für bessere Rückkaufswerte bei Kündigung von Lebensversicherung vor 2002 hatten frühere Urteile des BGH gesorgt. Das neue Versicherungsvertragsrecht, das sich auch den Urteilen des BGH und des Bundesverfassungsgerichts orientiert, ist erst 2008 in Kraft getreten. Gegen die fünf „ungeregelten“ Jahre dazwischen hatte die Verbraucherzentrale Hamburg geklagt.

24.07.2012 Was nicht zur Altersvorsorge taugt

Renditen bieten Riester-Renten nicht, meinen Kritiker aus dem Verbraucherschutzbereich. Betrachtet man aber nicht nur den garantierten Rechnungszins, sondern auch die Überschussbeteiligung und die staatlichen Zulagen, sieht das Ergebnis anders aus, argumentiert der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Höhere Renditen bieten jedoch allemal geschlossene Fonds zum Beispiel. Kritik an diesen bleibt allerdings weitgehend Fachanwälten und Gerichten überlassen. So hat der Bundesgerichtshof am 19 Juni 2008 (Az.: III ZR 159/07), 19. November 2009 (Az.: III ZR 169/08) und am 8. Juli 2010 (Az.: III ZR 249/09) entschieden, dass einem Kunden, der eine sichere und zur Altersvorsorge geeignete Kapitalanlage sucht, keine Anlage in geschlossenen Fonds empfohlen werden darf.

16.07.2012 Wie haften Kinder im Straßenverkehr?

Bei Unfällen im Straßenverkehr mit Minderjährigen unterscheidet das Gesetz bei der Haftung zwischen Unfällen mit Kraftfahrzeugen und Unfällen mit Radfahrern und Fußgängern, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft zum Europäischen Tag des Fahrrads erklärte. Danach haften Kinder unter zehn Jahren, die einen Unfall mit einem Kraftfahrzeug verursachen, nicht. Bei Unfällen eines Kindes ab sieben Jahren mit Radfahrern oder Fußgängern sieht das anders aus. Wenn diese Kinder die Gefahr ihres Handelns hätten erkennen können, sind sie auch haftbar. Dann greift auch die Familienhaftpflichtversicherung. Und das gilt selbst dann, wenn den Eltern eine Verletzung ihrer Aufsichtspflicht vorgeworfen werden kann, ergänzt der Versichererverband.

09.07.2012 Neue oder alte Pflegetagegeld-Versicherung

Die neue Pflegetagegeld-Zusatzversicherung, deren Förderung mit monatlich 5 Euro das Bundeskabinett am 6. Juni des Jahres beschlossen hat, wird teurer werden als die klassischen Pflegetagegeld-Versicherungen, schreibt der Verband der Privaten Krankenversicherung. Denn das Kabinett hat auch beschlossen, dass gesundheitliche Erwägungen beim Abschluss der geförderten Pflegeversicherung keine Rolle spielen dürfen. Daher sollten nur die auf die Einführung der neuen Police warten, die zurzeit aus gesundheitlichen Gründen einen solchen Schutz nicht oder nur eingeschränkt erhalten. Alle anderen dagegen sollten eine klassische Pflegetagegeld-Versicherung abschließen. Zuwarten rechnet sich für sie nicht.

02.07.2012 Wie Fahrräder versichert sind

Wie viele Fahrräder es in Deutschland gibt, ist unbekannt. Das Statistische Bundesamt erfasst lediglich die Produktion, den Im- und Export der Zweiräder ohne Motor. Für die Versicherer zählen allein die versicherten Räder. Diese sind zwar in den Schutz der Hausratversicherung eingeschlossen. Doch noch lange nicht alle Haushalte haben eine solche Versicherung. Bei Einbruchdienstahl greift deren Schutz auch nur, wenn in den Keller oder in die Garage eingebrochen und das Rad dabei entwendet wird. Ein entsprechender Versicherungsschutz außerhalb geschlossener Räume kostet einen Zusatzbeitrag. Dabei ist dieser Schutz normalerweise auf die Zeit von 6 Uhr morgens bis 22 Uhr abends und einen bestimmten Prozentsatz der Versicherungssumme begrenzt. Der Zusatzbeitrag rechnet sich aber allemal.

25.06.2012 Wie sich Einbauküchen bei Schäden unterscheiden

Die serienmäßig gefertigte Einbauküche ist nicht nur aus Versicherersicht etwas anderes als die Einzelanfertigung einer Küche. Das sehen auch Gerichte so – zum Beispiel des Oberlandesgericht Saarbrücken (Az.: 5 U 71/11), wie die Württembergischen Versicherungen berichteten. Während die Einzelanfertigung Teil des Hauses oder der Wohnung und damit im Schutz einer Wohngebäudeversicherung enthalten ist, muss für die serienmäßig hergestellte Küche wie für das übrige Mobiliar eine Hausratversicherung abgeschlossen werden. Im Rechtsstreit in Saarbrücken war es um Hochwasserschäden an Haus und Küche gegangen. Letztere wollte der Versicherer nicht begleichen, weil keine Hausratversicherung bestand. Und die Richter am Oberlandesgericht gaben ihm Recht.

18.06.2012 Wie Männer auf teure Renten reagieren

Ab dem 21. Dezember des Jahres dürfen Versicherer nur noch geschlechtsneutral kalkulierte Versicherungen anbieten. Bei Rentenversicherungen zum Beispiel verteuert das die Beiträge für Männer, die bislang wegen ihrer geringeren Lebenserwartung weniger bezahlen mussten als Frauen. Daher befürchtet die Deutsche Aktuarvereinigung, dass Männer künftig vor Rentenversicherungen zurückschrecken. Doch vergessen die Aktuare offenbar, dass Lebensversicherungen – von der Risikoversicherung abgesehen – grundsätzlich nicht über den Preis verkauft werden. Der Wettbewerb spielt sich hier weitgehend bei der Überschussbeteiligung ab. Und diese ist trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase immer noch respektabel.

11.06.2012 Wenn beim Ehrenamt Schaden angerichtet wird

Ohne ehrenamtliche Helfer im Sport, im karitativen Bereich oder bei der Feuerwehr läge manches im Argen hierzulande. Das hat auch der Gesetzgeber erkannt, und schon vor Jahren den gesetzlichen Unfallschutz auf Ehrenamtliche ausgedehnt, die regelmäßig, unentgeltlich und aus freien Stücken für andere da sind. Natürlich beschränkt sich deren Unfallschutz auf die Tätigkeit und den Weg dorthin beziehungsweise zurück. Außerdem ist eine Haftpflichtversicherung für das Ehrenamt wichtig. Denn gerade im Ehrenamt ist ein Schaden, für den man haftbar gemacht wird, sehr frustrierend. In aller Regel besteht für die Ehrenamtlichen zwar eine Vereinshaftpflichtversicherung. Doch nicht überall ist das so.

04.06.2012 Wenn mit Aktien fürs Alter vorgesorgt wird

Die Altersvorsorge mit Aktien hat nichts mit lockeren Spekulationen zu tun. Vielmehr verlangt der langfristige Vermögensaufbau mit Dividendenpapieren von Sparer Geduld und Disziplin. Der Bundesverband deutscher Banken hat erst jüngst „Zehn goldene Regeln“ für Aktiensparer zusammengestellt, die bereits mit der Warnung beginnen, wirklich nur das Geld in Aktien anzulegen, das auch langfristig investiert bleiben kann. Hin und wieder sollten Gewinne realisiert werden, empfiehlt der Bankenverband. Aber das Geld sollte wieder investiert werden. Langfristigkeit ist generell eine Voraussetzung für die Altersvorsorge.

31.05.2012 Versicherungsdaten vom Unfallverursacher online abfragen

Im Falle eines Kraftfahrzeug Unfalles kann man per Smartphone kostenfrei die Versicherungsdaten des Schadensverursachers abfragen. Man erhält diese dann per Antwortemail auf seine Anfrage. Das Formular kann man unter mobile.zentralruf.de abrufen. Wer kein Smartphone hat, kann sich auch auf der Internetseite http://www.gdv-dl.de/142.html die Daten des Unfallgegners holen.

29.05.2012 Wenn Oldtimer im Wert steigen

Im Frühling beginnt auch wieder die Zeit der Oldtimer. Das sind oft Schmuckstücke auf Rädern. Und das können sogar fahrbare Geldanlagen sein, die im Wert steigen. Hier kommt dann der Versicherer ins Spiel. Er muss den Wert des Fahrzeugs kennen, um bei einem Schaden angemessen regulieren zu können. Ohne fachmännisches Gutachten geht das nicht. Bei Wertsteigerungen, vor allem aber Neubesitzern eines Oldtimers ist daher immer eine aktuelle Bewertung des Zustands und Marktwerts des Fahrzeugs zu empfehlen, damit die Kfz Versicherung dem Wert entsprechend bei einem Schaden zahlen kann.

14.05.2012 Umweltfreundlicher Dachschaden

Photovoltaikanlagen sorgen derzeit für rund drei Prozent der gesamten Stromversorgung in Deutschland, schätzen Fachleute. Insbesondere Eigenheimbesitzer nutzen die Möglichkeit der umweltfreundlichen Energiegewinnung auf dem Dach, die der Staat fördert. Sturm, Hagel oder Schneedruck können den kleinen Stromerzeugern aber einen Strich durch die Rechnung machen. Denn die Reparatur solcher Dachschäden ist nicht gerade billig. Und Schäden an den Photovoltaikanlagen sind nicht durch die klassische Wohngebäudeversicherung gedeckt. Dafür muss eine spezielle Versicherung abgeschlossen werden.

07.05.2012 Versicherungsschutz zum Minijob

Die knapp 7,3 Millionen Menschen mit einem so genannten Minijob sind wie Vollzeitarbeitkräfte gegen Unfälle und Berufskrankheiten versichert, wie die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft betont. Mit der Altersversorgung dagegen sieht es schlechter aus. Für eine Aufbesserung könnte eine betriebliche Altersversorgung sorgen, die sich für Minijobber wie für Arbeitgeber rechnet. Das funktioniert so: Geringfügig Beschäftigte arbeiten zwei bis drei Stunden in der Woche mehr als bisher, erhalten dafür aber keinen Lohn. Vielmehr zahlt der Arbeitgeber dieses Geld direkt in eine Direktversicherung oder eine Unterstützungskasse ein. Auf diesen Altersvorsorgebetrag fallen keine Lohnnebenkosten an, und der steuer- und sozialversicherungsrechtliche Status der Beschäftigten bleibt unangetastet.

25.04.2012 Besser als die Kündigung

Besser als die Kündigung einer Lebensversicherung ist – sofern die Beiträge wirklich nicht mehr gezahlt werden können – nach relativ kurzer Anlaufzeit die Beitragsfreistellung. Sie ist in aller Regel auch besser als der Verkauf der Police. Das zeigt sich schon daran, dass auch die seriösen Policenhändler Preise für den Kauf von Gebrauchtpolicen in Aussicht stellen, die deutlich über den so genannten Rückkaufswerten der Lebensversicherer liegen. Das Geld der Händler muss aber irgendwoher kommen. Tatsächlich steigt die Rendite einer Lebensversicherung zum Ende der Laufzeit deutlich an. Außerdem sind viele Lebensversicherungen noch mit hohen Garantiezinsen ausgestattet, die auf dem Kapitalmarkt schon lange nicht mehr geboten werden.

17.04.2012 Marktkenntnisse zur Wohngebäudeversicherung

Wohngebäudeversicherungen kommen für Feuer-, Leitungswasser-, Sturm oder Hagelschäden an einem Gebäude auf. Das ist Standard. Andere Schäden kämen zwar seltener vor, schreibt das Analysehaus Franke und Bornberg in seinem aktuellen Rating der Wohngebäudeversicherung. Doch diese könnten Hausbesitzer ebenfalls finanziell ruinieren. Die Analysten erwähnen in diesem Zusammenhang Fahrzeuganprall, Kontamination des Erdreich's oder Rohrbrüche auf dem Grundstück. Diese Gefahren seien aber nicht mit jedem Vertrag versichert. Auch sollte die Versicherungssumme so festgelegt sein, dass das Haus nach einem Brand komplett wieder aufgebaut werden kann. Selbst eine so normale Versicherung wie die Wohngebäudeversicherung verlangt also Marktkenntnisse, die ein Makler haben muss und auch hat.

12.04.2012 Elementare Pflicht

Deutschlands Versicherer sind empört: Das Wetter spielt verrückt. Doch 40 Prozent der Bundesbürger sind laut Umfrage des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) der Meinung, dass Wissenschaftler, Politiker und Medien die Folgen des Klimawandels übertreiben. Und so denken sie auch nicht daran, ihre Hausrat- und Wohngebäudeversicherungen um eine Elementarschadenversicherung zu ergänzen. Daher bemühen sich die Versicherer zusammen mit einzelnen Landesregierungen um Aufklärung. Dabei müsste die Elementarschadenversicherung nur wie vor Jahren in Baden-Württemberg oder in der ehemaligen DDR zur Pflichtversicherung werden, um einen flächendeckenden Schutz zu gewährleisten. Aber die Versicherer finden es wohl schon abschreckend genug, jeden Autofahrer versichern zu müssen. Bei Elementarschäden wollen sie das nicht noch einmal.

27.03.2012 Mehr Pflegegeld

Das gesetzliche Pflegegeld ist zum Jahresbeginn 2012 vor allem für die häusliche Pflege durch professionelle Fachkräfte angehoben worden: in der Pflegestufe I um 10 auf 450 Euro, in der Pflegestufe II um 60 auf 1.100 Euro und in der Pflegestufe III um 40 auf 1.550 Euro im Monat. Wer aber pflegebedürftigen Familienangehörigen zuhause morgens zum Beispiel eine große Grundpflege angedeihen und abends vom Pflegedienst noch zu Bett bringen lässt, kommt mit 1.100 Euro der Pflegestufe II in der Regel nicht aus. Die überschießenden Kosten müssen dann privat aufgebracht werden, im Allgemeinen aus einer nicht üppigen Rente. Denn die Wahrscheinlichkeit, zum Pflegefall zu werden, ist im Alter höher als in der Jugend. Doch gesetzliche Pflegeversicherungen und Pflegeleistungen lassen sich privat aufstocken.

19.03.2012 Schlechter Rat

Die laufende Überschussbeteiligung der deutschen Lebensversicherer, die sich aus Garantiezins und Gewinnbeteiligung zusammensetzt, dürfte für 2012 im Schnitt 3,93 Prozent betragen. Wer das unter den derzeitigen Kapitalmarktbedingungen für seine Kunden erwirtschafte, der mache einen verdammt guten Job, heißt es dazu in „map-fax“ Nr. 52/11. Kritiker raten aber unverdrossen vom Abschluss von Kapitallebensversicherungen ab oder empfehlen sogar deren Kündigung. Wie schlecht solche Ratschläge sind, zeigt sich heute an solchen Lebensversicherungen, die zwischen Juli 1994 und Juni 2000 abgeschlossen wurden. Denn bei diesen Policen beträgt schon der Garantiezins 4 Prozent im Jahr, der für die gesamte Laufzeit garantiert ist. Und die Gewinnbeteiligung kommt noch hinzu.

06.03.2012 Die Mehrheit spart für die Altersvorsorge – zu wenig

„Sparen ist in“, heißt es in der Überschrift zur Herbstumfrage 2011 des Verbandes der privaten Bausparkassen. Dazu hat TNS Infratest über 2.000 Bundesbürger ab 14 Jahren befragt. Weit vorn in der Gunst rangiert dabei das Sparen fürs eigene Alter. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt auch das 12. Altersvorsorge-Barometer von J. P. Morgan Asset Management, das die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg erarbeitet hat. Doch sieht man sich die erfassten Sparraten an, erscheint das hohe Lied der Altersvorsorge, das dabei gesungen wird, nicht gerechtfertigt. Denn die größte Gruppe der Sparer, wie sie die GfK aufgeschlüsselt hat, legt eher 50 als 100 Euro im Monat zurück. Mit monatlich 50 Euro stehen nach 25 Jahren und einem angenommen nachschüssigen Zins von 4 Prozent im Jahr aber nur rund 25.000 Euro zur Verfügung. Damit lässt sich keine vernünftige Altersrente finanzieren.

28.02.2012 Verhalten bei Unfällen mit Haarwild

Fünf Tipp's für Autofahrer bei Unfällen mit Haarwild hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft zusammengestellt: Die Unfallstelle sollte mit Warnblinklicht und Warndreieck abgesichert und die Polizei alarmiert werden. Eine Wildbescheinigung vom zuständigen Förster oder Jagdpächter wird empfohlen. Fotos vom Unfall sollten gemacht und der Versicherer informiert werden. Ein solches Verhalten ist grundsätzlich sinnvoll. Allerdings sind ohne Kaskoversicherung Fotos vom Unfall nicht wirklich hilfreich, denn die Reparatur des Kraftfahrzeug muss dann selbst bezahlt werden.

06.02.2012 Lebensversicherung ohne Abgeltungsteuer

Eine klassische Lebensversicherung sollte aus steuerlichen Gründen wenigstens zwölf Jahre laufen und bei einem Abschluss im kommenden Jahr nicht vor Vollendung des 62. Lebensjahres des Versicherten fällig werden. Unverändert gilt, dass biometrische Risiken abgesichert sein müssen und ein Mindesttodesfallschutz erforderlich ist, damit das steuerlich günstige Halbeinkünfteverfahren nach § 20 Abs. 1 Nummer 6 Einkommensteuergesetz für Kapitallebensversicherungen angewendet wird. Das und eine schon bei Abschluss garantierte Mindestrente sind auch nötig, damit die ebenfalls seit Anfang 2005 kräftig verbesserte Ertragsanteilbesteuerung für klassische Rentenversicherungen greift.

30.01.2012 Mehr als alle zehn Jahre unter Wasser

Die Minderheit, die in der Zone 4 des von den deutschen Versicherern entwickelten Zonierungssystem für Überschwemmungen, Rückstau und Starkregen (ZÜRS) lebt, bestraft das Leben doppelt. Denn hier bedroht Hochwasser das Haus mehr als nur einmal alle zehn Jahre. Und Versicherungsschutz gegen diese Katastrophe gibt es in aller Regel nicht. In den Zonen 1 bis 3 dagegen bestehen nach Angaben der Versicherer keine Probleme, Versicherungsschutz für die eigenen vier Wände und das Mobiliar zu finden. Doch nur etwa ein Drittel aller Häuser sind in Deutschland gegen diese Gefahren versichert, schätzt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Und sogar nur 16 Prozent schließen in ihre Hausratversicherung einen solchen Schutz ein. Dabei muss man nicht an einem Fluss wohnen, um Hochwasser im Haus zu haben. Ein Starkregen genügt.

09.01.2012 Privater Ruhestand folgt dem gesetzlichen

Die Anhebung der Altersgrenzen für den gesetzlichen Ruhestand geht an der privaten und betrieblichen Altersvorsorge nicht spurlos vorbei. So dürfen Versicherungsverträge, die im kommenden Jahr abgeschlossen werden, nicht mehr vor Vollendung des 62. Lebensjahres der Versicherten regulär fällig sein, soll die günstige Halbeinkünftebesteuerung gewahrt bleiben. Und das gilt auch für Riester- und Basisrenten sowie bei Vertragsänderungen bestehender Verträge, sofern ein Neubeginn der Mindestvertragsdauer von zwölf Jahren damit verbunden ist. Wer den regulären Ablauf seiner Altersvorsorge vom 65. auf das 67. Lebensjahr verschieben will, dem drohen dagegen keine steuerlichen Nachteile.


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